opitz

Ehrenmitglied

Frau Prof. Opitz wurde in Wusterhausen an der Dosse geboren, das Abitur legte sie an der Oberschule Neustadt/Dosse ab. Nach dem Zahnmedizin-Studium an der Humboldt-Universität zu Berlin promovierte sie dort zum Dr. med. dent.

Die Pflichtassistenzzeit absolvierte sie in Brandenburg/Havel, die kieferorthopädische Weiterbildung bei Prof. Brückl und Prof. Bredy in der Abteilung für Kieferorthopädie des zahnärztlichen Institutes der Charité, wo sie als wissenschaftliche Assistentin tätig blieb und 1969 zur Oberärztin ernannt wurde. 1983 wurde sie amtierende Leiterin der inzwischen zur Poliklinik für Orthopädische Stomatologie am Fachbereich Stomatologie umbenannten Einrichtung an der Charité und habilitierte sich mit einer Arbeit zur Entstehung der Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalten („Promotion B“).

Im Wendejahr 1989 wurde sie zuerst zur Hochschuldozentin und kurz darauf zur Direktorin der Poliklinik für Orthopädische Stomatologie des Bereichs Medizin der Charité berufen. Nach der Wende wirkte sie als Mitglied der Struktur- und Berufungskommission bei der Neustrukturierung der Zahnklinik an der Charité mit. 1993 erhielt sie die Professur. Mit der Fusion der universitären Zahnkliniken von Campus Mitte und von Campus Rudolf-Virchow-Klinikum wurde Frau Prof. Opitz stellvertretende Leiterin der Abteilung für Kieferorthopädie und Orthodontie am Zentrum für Zahnheilkunde der Charité, Campus Virchow-Klinikum.

1992 wurde Frau Prof. Opitz zur stellvertretenden Vorsitzenden der Berliner Gesellschaft für Kieferorthopädie gewählt und sie hat seither mit ihrer reichen Fachkenntnis und ihrer angenehmen Art die Fortbildungslandschaft im vereinten Berlin mitgestaltet und bereichert.

Sie ist eine Expertin für die komplexe Behandlung von Patienten mit Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalten und anderen angeborenen Gesichtsfehlbildungen. Neben ihrer großen klinischen Erfahrung verdanken wir ihr zahllose Vorträge und Publikationen zum Thema. Im Handbuch der Molekularen Medizin hat sie den wichtigen Beitrag „Genetisch bedingte stomatologische Erkrankungen und Defekte“ verfasst, und 2001, im Jahr ihrer Emeritierung, veröffentlichte sie mit Frau Prof. Witkowski und Frau Dr. Tinschert zusammen das Buch „Genetisch bedingte Fehlbildungen im orofaziokranialen Bereich“. 2002 erschien ihr Lehrbuch „Kieferorthopädische Behandlung von Patienten mit LKG-Spalten“.

Mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft unserer Fachgesellschaft im Jahre 2003 wurde Frau Prof. Opitz für ihren persönlichen Einsatz für die Patienten und für ihr unermüdliches fachliches Engagement in der Kieferorthopädie ausgezeichnet.